Archiv der Kategorie 'Kolloquium WS 2008/2009'

UPDATE Streams wieder online

Endlich ist es soweit! Sie sind wieder online.

In den nächsten Tagen stellen wir die vorhandenen und bisher nicht veröffentlichten Mitschnitte unserer Vorträge wieder online.

Den Anfang macht Olaf Kistenmacher mit seinem Vortrag „Antisemitismus in der KPD der Weimarer Republik“.

Script zum Vortrag „Das Verhältnis von Theorie und Praxis der Situationistischen Internationalen“

Zum situationistischen Verständnis von Theorie und Praxis

Das, was alle alltäglich tun, ist: Lohnarbeit, Schule, Studium, Reproduktion der Geschlechterverhältnisse, Konsum, Freizeit etc. Nur ein sehr kleiner Teil davon wird gewöhnlich“Praxis“ gefasst, nämlich in einem kleinen Teil der Freizeit, im politischen Engagement. Dort nun scheint beständig das „Über-Ich“ zu verlangen, dass ES jetzt mal endlich praktisch werden muss – anstatt der Reflexion der alltäglichen Praxen Raum zu geben und genau diese als Beginn einer bewussten Praxis zu begreifen. (mehr…)

Erste Mitschnitte online…

die Mitschnitte sind oben- rechts online anhörbar. Viel Spaß beim hören!

4.2.2009 Kritik der politischen Ökonomie

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie

Seit die Finanzkrise deutlich gemacht hat, dass Krisen nach wie vor zum Kapitalismus gehören, findet auch Marx selbst in der bürgerlichen Presse wieder mehr Aufmerksamkeit. Allerdings liefert seine „Kapital“ nicht einfach eine alternative ökonomische Theorie, die dann für alternative „Bankenrettungspakete“ verwendet werden kann, sondern eine grundlegende „Kritik der politischen Ökonomie“ (so der programmatische Untertitel des „Kapital“). Was es mit dieser Kritik auf sich hat, warum es bei der Marxschen Arbeitswerttheorie nicht einfach auf Arbeit, sondern auf abstrakte Arbeit ankommt, warum es im „Kapital“ um Fetischismus und die „gespenstige“ Seite des Werts geht, was Kapital, Ausbeutung und Krise miteinander zu tun haben, und wieso die Kritik an Kapitalisten, die sich wie „Heuschrecken“ verhalten, oder Bankern, die zu große Risiken eingehen, viel zu kurz greift, darum soll es gehen.
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28.01.2009 Zur deutschen Ideologie

Gerhard Stapelfeld kommt!

Er ist Professor für Soziologie und lehrt an der Universität Hamburg. Hier mehr zum Thema:

Stapelfeldt wird die Entstehung der deutschen Identität vom nationalen Liberalismus und der Gegenaufklärung des 19. Jahrhunderts (von Savigny, Fichte, List) bis zu den Autarkisten um 1914/18 und zum Nationalsozialismus skizzieren. Dies ist Stapelfeldts momentaner Arbeitsschwerpunkt, welcher bis dato auch noch nicht veröffentlicht wurde. Wir dürfen also gespannt sein.

MORGEN, die Situationisten

Ende der 1950er Jahre entstand die Situationistische Internationale (SI) um Michèle Bernstein, Guy Debord, Asger Jorn, Jacqueline de Jong, Raoul Vaneigem, Mustapha Khayati e.a., die für die Bewegung der Fabrik- und Universitätsbesetzungen des Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern eine unvergleichliche Bedeutung bekam. Mit ihrer umfassenden Kritik der „Gesellschaft des Spektakels“ bemühte sich die SI als „die sicherlich extremistischste und am besten informierte politische Gruppe, die es damals auf der Welt gab“ (Debord, Sanguinetti im Auflösungsjahr 1972) darum, nicht nur einen kritischen Begriff von Kunst und Kultur, besonders von Architektur und urbanem Raum zu formulieren, sondern eine revolutionäre neo-communistische Strategie, die in den am weitesten kapitalistisch entwickelten Regionen der modernen Welt aufs Ganze geht.

Den situationistischen Interventionen in Kunst und Kultur lag die Kritik aller traditionellen linken Avantgardebewegungen zugrunde – wie Sozialdemokratie, Stalinismus, Trotzkismus und der verschiedenen nationalen Befreiungsbewegungen – mit dem Ziel einer emanzipatorischen Weiterentwicklung bisheriger Revolutionstheorie. zur Aufhebung von Wert- und Warenform, Geld, Kapital und Staat. Mit ihrer antispektakulären Entfaltung der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie versuchte die SI eine Alltags-orientierte Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse auf der Höhe ihrer Zeit anzuregen, die es einer modernen fetischismuskritischen Praxis ermöglichen sollte im Weltmaßstab „die Situation“ zu schaffen, „die jede Umkehr unmöglich macht“ (Karl Marx).

Negator ist Teil des Autorenkollektivs Biene Baumeister Zwi Negator.

Biene Baumeister, Zwi, Negator: Situationistische Revolutionstheorie. Eine Aneignung, Vol 1+2, Schmetterling Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89657-586-4
http://www.theorie.org/index.php?p=2&isbn=3-89657-650-X
http://www.theorie.org/index.php?p=2&isbn=3-89657-589-9

Stephan Grigat, Johannes Grenzfurthner, Günther Friesinger: Spektakel – Kunst – Gesellschaft, Verbrecher Verlag, Berlin 2006
http://www.verbrecherverlag.de/buch/114

UPDATE:

28. Thesen zur Klassengesellschaft

Si- Revue- Zeitschrift der SI online neu zugänglich gemacht.

SI- Über das Elend im Studentenmilieu

Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels. komplettes Buch.

Anmerkungen und historische Einordnung des Werkes von Debord. z.B. als Interpretationshilfe

„Nein, nein, das ist nicht der Marxismus“

„ Und dann sagen die Leute: Nein, nein, das ist nicht der Marxismus.“

(frei nach Classless Kulla und Istari Lasterfahrer)

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Intervenierende Gegenöffentlichkeit

Am 14.01 findet die erste Veranstaltung des Kolloquiums in neuen Jahr statt. Zu Gast ist Werner Pomrehn vom Freien Sender Kombinat HH, er wird über „intervenierende Gegenöffentlichkeit“ referieren.

Zum Thema:
Linke Inhalte finden den Weg in „die“ Medien, als spektakuläre Bilder von Krawall und Chaos. Aus daraus resultierenden
Frustration wurde der Begriff „Gegenöffentlichkeit“ entwickelt. Eigene (Bewegungspolitische) Inhalte sollen in eine Öffentlichkeit gestellt werden, damit sie entgegen der Normalität stehen. Doch schnell werden auch dort die Grenzen klar. „Gegenöffentlichkeit“ ist dazu verdammt, lediglich Öffentlichkeit darzustellen, zu repräsentieren. Die mediale Produktion verkommt zur Propaganda oder zur Bilderproduktion für den warenförmigen Medienkonsum. Daher das Adjektiv intervenierend; Gegenöffentlichkeit soll auch linke und Bewegungs- Gewissheiten in Frage stellen, soll kritisieren, soll Konformitäten brechen, um Entwicklungen und Diskussionen zu ermöglichen.

Akkustische Beispiele sind unten verlinkt und das Reinhören ist ebenfalls empfohlen. Das Referat wird auch durch Hörbares ergänzt.

Livereportage zu § 129a Hausdurchsuchungen und G8 Proteste

Interview mit Aktivisten der Anti CPE Bewegung aus Frankreich

Berichterstattung zum Ungdomshuset


Griechenland Berichterstattung mit politischen Einordnungen

Weitere Griechenland Berichterstattung

Griechenland: Bewährungproben des Aufstands?

17.12.08 Gesellschaftskritik nach Karl Marx

Der Vortrag wird von der Marxistischen Abendschule Hamburg gehalten und soll eine erste Einführungs in die Marxsche Theorie bieten. Diese ist eine der möglichen Grundlegenden Positionen einer kritischen Gesellschafttheorie. (mehr…)

Antisemitismus von Links

Am kommenden Mittwoch wie gehabt 18H kommt Olaf Kistenmachen zum Kolloquium. Er ist Historiker und betreut die Sendereihe „Antisemitismus von links“ beim Freien Sender Kombinat (FSK) Hamburg.
In seinem Vortrag wird es um den Antisemitismus in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) der Weimarer Republik gehen. Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag und eine anschließende Diskussion, um sich in das Thema einzuarbeiten empfiehlt Olaf Kistenmachen folgende Texte:

Olaf Kistenmacher: Vom „Judas“ zum „Judenkapital“. Antisemitische Denkformen in der KPD der Weimarer Republik, 1919-1933.
In: Matthias Brosch/Michael Elm/Norman Geißler/Brigitta Elisa Simbürger/Oliver von Wrochem (Hg.): Exklusive Solidarität. Linker Antisemitismus in Deutschland. Vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung, Berlin: Metropol 2007, S. 69-86.

Olaf Kistenmacher: Gegen das „jüdische Kapital“ und den „zionistischen Faschismus“, in: Phase 2, 29.08. (aktuelle Ausgabe)

»Antizionismus« und antisemitische Verschwörungstheorien in der politischen Linken UPDATE

und vom Ak:

Vom „Judenkapital“ zur „jüdisch-faschistischen Legion in Jerusalem“
Zur Entwicklung des „Antizionismus“ in der Kommunistischen Partei
Deutschlands der Weimarer Republik, 1925-1933.

Interview mit Olaf Kistenmacher: Der ‚neue Antisemitismus‘ ist nicht neu.




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