Archiv der Kategorie 'Kolloquium SoSe 2009'

‚Freiheit statt Angst – Grundrechte in Gefahr‘ – Demonstration am 23. Mai in Kiel

Am 23. Mai, dem 60. Jahrestag des Grundgesetzes, veranstalten der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und andere Organisationen bundesweit Grundrechtsfeste unter dem Motto ‚Freiheit statt Angst – Grundrechte in Gefahr!‘. Mit dem bundesweiten Aktionstag möchten wir die historische Errungenschaft der Freiheitsrechte als Erbe der Aufklärung feiern und das Vertrauen in unsere Sicherheit in einer freien Gesellschaft stärken.

In Kiel organisiert die lokale Ortsgruppe des AK Vorrat an diesem Tag eine Demonstration: Für die Erhaltung der Grundrechte & die Informationelle Selbstbestimmung, sowie gegen Totalüberwachung & Vorratsdatenspeicherung. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Schevenbrücke (Europaplatz/Holstenstraße). Der Demonstrationsumzug wird mit Redebeiträgen vom Landesdatenschutzbeauftragten Dr. Thilo Weichert, der Studentin Chilomium, Dr. Manuela Peters vom Bündnis Direktabrechnung und dem Juristen Dr. Patrick Breyer umrahmt. (mehr…)

20.05. Einführung in die Postkoloniale Theorie und Critical Whiteness Forschung

Als Basis für viele Wissenschaftsbereiche, aber auch für eine antirassistische Praxis hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Theoriekomplex herausgebildet, die „Postkoloniale Theorie“. Der Vortrag von Timo Kiesel bietet eine Einführung in theoretische Grundlagen sowie in mögliche Anwendungsbereiche. Besondere Berücksichtigung findet hierbei die „Kritische Weißseinsforschung“.

inhaltliche Links zur Vor- und Nachbereitung: (mehr…)

13.05 „Ausgrenzung als runde Sache – Nationalismus und Rassismus im deutschen Fußball“ – Gerd Dembowski

Am heutigen abend wird es einen Vortrag von Gerd Dembowski zu Nationalismus und Rassismus im deutschen Fußball geben. Neben seiner Liebe zum runden Leder, welche im Umland von Recklinghausen geweckt wurde, beherrscht er auch das ein oder andere Saiten Instrument und wird am Donnerstag, den 14. Mai, ab 20 Uhr im Subrosa Gaarden einerseits aus seinem Buch „Countrymusik und Fußball“ vorlesen und darüber hinaus spielt er live seinen persönlichen Buch Soundtrack aus country, antifolk und anderem lo-fi. Das unser Referent für die behandelte Thematik mehr als geeignet ist zeigt ein kleiner Blick in die Biografie seines politischen Engagements. So war Gerd von 1996 bis 2001 Sprecher des Bündnisses aktiver Fußballfans (baff), veröffentlichte seit 1995 u.a. für taz, junge welt, jungle world, übersteiger, phase 2 und ballesterer und tourte mit der Ausstellung “Tatort Stadion”, welche sich mit Rassismus und Diskriminierung in deutschen Stadien beschäftigt, bis 2005 durch ca. 50 Orte. Mit dieser Ausstellung machte er z.B. auch Halt in der Pumpe in Kiel. Für weitere infos checkt einfach mal seine Internetseite.

Mi 6.05.09 „Von der Schwierigkeit nicht rassistisch zu sein“ – Ines Fögen (IMIR Hamburg) im Anschluss Vortrag zu europäischer Migrationspolitik in der Alten Meierei

Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein

Ausgehend von der im Titel zitierten, 1986 veröffentlichten Publikation, die einen der ersten Versuche rassimuskritischer Theorierezeption und -entwicklung in der BRD dokumentiert, werde ich einige der bis heute entwickelten Positionen, Problemstellungen und theoretischen Standpunkte rassismuskritischer Auseinandersetzung und Theorieentwicklung skizzieren.
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Mi. 29.04.09: Von der „Praxis der Theorie“ zur „Theorie der Praxis“ Die situationistische Zurückweisung der linken Entfremdung

Von der „Praxis der Theorie“ zur „Theorie der Praxis“

Die situationistische Zurückweisung der linken Entfremdung

Dass sich die Situationistische Internationale (1957-72) als ein Kollektiv von Theoretikern und Experimentatoren bezeichnete, lag vor allem daran, weil sie in einer anti-hierarchischen und egalitären Vermittlung des Theorie-Praxis-Komplexes eine der wichtigsten Aufgaben der revolutionären Organisierung sah. So findet sich 1966 in einer Broschüre, nach deren Verteilung die universitäre Normalität in Strasbourg für fünf Wochen verunmöglicht war, die Einsicht: die „Spaltung zwischen Theorie und Praxis war der Felsen, der der alten revolutionären Bewegung den Weg versperrte.“
Nach Auffassung der SI besteht die „Praxis der Theorie“ natürlich nicht nur im Bücherlesen, Diskutieren, Verfassen von Texten und Denken. Sie ist eine Forschungsaufgabe mit ungewissem Ausgang, die sowohl denkerische Kopfarbeit als auch sinnlich-praktische, experimentelle Formen beinhaltet. (mehr…)

22.04. Soziale Herkunft und Bildungsentscheidungen – eine Zwischenbilanz des Bologna Prozesses in Deutschland

Studienstrukturreformen an deutschen Hochschulen – Claudia Kretschman

Im Jahr 1999 wurde mit der „Bologna-Erklärung“ das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2010 einen
einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Seither befindet sich die deutsche
Hochschullandschaft mit der sukzessiven Einführung einer gestuften, stärker berufsorientierten und zeitlich eingegrenzten Studienstruktur mit den Abschlüssen „Bachelor“ und „Master“ in einer tiefgreifenden Umbruchsituation. In der Bundesrepublik Deutschland ist von politischer Seite mit der Umstellung auf die neue Studienstruktur auch die Erwartung verbunden, die im OECD-Vergleich geringe Studierbereitschaft der Schulabgänger/innen mit Hochschulreife nachhaltig zu erhöhen und insbesondere Studienberechtigte aus niedrigen Sozialschichten zur Aufnahme eines Studiums zu motivieren („Soziale Dimension“). (mehr…)

18.04. Balkan Beatet Bestes

Willkommen im neuen Semester !
Bevor es mit dem wieder wunderbar bunten Programm unseres Kolloquiums (siehe Flyer weiter unten) richtig losgeht, wollen wir mit einer kleinen Party in der Hansa 48 in dieses Semester starten. Los geht es am Samstag den 18.04. um 20:00 mit einem Vortrag von Dzoni Sichelschmidt der den in letzter Zeit immer wieder hervorbrechenden Antiziganismus, also den Rassismus gegenüber Sinti und Roma, in Europa vorstellen und dokumentieren wird. Beispielhaft zu nennen sind hier Ausschreitungen gegen Roma Siedlungen in Tschechien und Italien, wobei im letzt genannten auch die gesellschaftliche Stimmung beschrieben wird, also das gemeinsame Hetzen von Politik und (medialer) Öffentlichkeit gegen Sinti und Roma und welcher Mechanismen sie sich bedienen. Auch das Instrumentalisieren dieser Stimmungen durch Parteien der (extremen) Rechten soll Thema sein.
Nachdem es dann ordentlich Inhalt für den Kopf gab, soll nun auch der Rest nicht zu kurz kommen.
Ab 22:00 wird Dzoni uns dann als DJ ROMAVILO mit dem Besten von Gypsy Punk bis Balkan‘n'Bass versorgen. Dzoni ist auch verantwortlich für die Radiosendung Time of the Gypsies beim Freien Sender Kombinat aus Hamburg.

Flyer für die Veranstaltungsreihe im Sommersemester 09




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