Samstag 22.10. Vortrag und Konzert mit Classless Kulla und Istari Lasterfahrer

Die Linksalternative Liste veranstaltet am
Samstag den 22.10. ein sehr schickes Konzert in der Alten Meierei und vorher ab 16:00 einen Vortrag im Subrosa.
Darauf sei an dieser Stelle mit freundlich Gruß hingewiesen:

kulla plakat

Leben im Rausch – 22.10.2011 16:00 Vortrag von Classless Kulla im Subrosa & 21:00 Konzert Classless Kulla & Istari Lasterfahrer Alte Meierei

Das Wort “Rausch” beschreibt einen Wahrnehmungsüberhang, etwas, das den Sinnen meist diffus und unscharf hinzutritt, das sinnliche Erleben verstärkt, erweitert, verwirrt; in dem sich der Verstand verlieren und verlaufen kann. Im Kapitalismus verengt sich all dies auf die Frage nach den Mitteln, mit denen sich bestimmte Rauschzustände herbeiführen lassen, als Waren, die produziert, vertrieben und konsumiert werden können: Es soll gleichzeitig so viel wie möglich aus den Menschen herausgeholt und so viel wie möglich in sie hineingesteckt werden, und diejenigen, aus denen nicht genug rauskommt und in die nicht genug hineingeht, sollen bei der ganzen Prozedur nicht stören.

Der Vortrag behandelt die Geschichte der beiden großen globalen Verbotswellen der letzten reichlich 100 Jahre, die den heutigen Zustand zwischen vergeblicher Jagd nach nüchterner Zurechnungsfähigkeit, Betäubung mit Hang zur Selbstzerstörung und unbefriedigendem Gewohnheitsgebrauch immer noch prägen. Für alle, die sich angesichts dieser Lage dennoch dem Projekt von bewußt herbeigeführtem oder zugelassenem Rausch und einer bedürfnisorientierten Produktionsweise widmen wollen, sollte es sich nicht ausschließen, sich vom allgemeinen Dauerrausch auszunüchtern und die kritische Vernunft behutsam zu berauschen. Wie das praktisch auszusehen hätte, kann nach dem Vortrag diskutiert werden.

Breakcore mit Classless Kulla und Istari Lasterfahrer

Was soll man sagen? Kommunistische Baßpredigten & irgendwann tanzen immer alle!

…Rohe elektronische (Break-)Beats, Samples und unglaublich viel Text machen aber dennoch einen Großteil der Musik aus. (…) Klare Statements gegen Ghetto-Ost-Romantik (’Flucht aus dem Plattenbau‘), Mackertum (’Sexist Motherfucker‘) oder revisionistische Opferfeiern (’Dresden Calling‘) wechseln mit nachdenklichen Texten, die sich nicht so ohne Weiteres auf eine Botschaft runterbrechen lassen. Ein musikalisch und politisch aufpoliertes Revival des altlinken Protestsongs findet hier aber erfreulicherweise in beiden Fällen nicht statt: Selbst wo die Parole in der Luft liegt, demontiert die Musik und lässt den zappeln, der auf die Idee kommen könnte, Haltung anzunehmen.(Karwan Baschi)

http://www.classless.org/
http://istari.blogsport.de/
http://linksalternative.blogsport.de/





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