Archiv für April 2011

Sam. 7. Mai BalkanBeatzParty ab 23:00 in der Hansa48

Dj Romavilo wird mit seinem Mix aus BalkanBreaks, Electro Jazz, Gypsy Ska, Drum‘N'Bass und Minimal Electro den Laden zum Kochen bringen … aber sowas von !

Aufgrund der riesigen Anfrage beim letzten Mal, haben wir intern viel über die Party diskutiert und uns entschlossen sie wieder in der Hansa 48 stattfinden zu lassen, jedoch ein paar organisatorische Änderungen vorzunehmen um das Feiern für ALLE so angenehm wie möglich zu gestalten.
Eine Neuerung ist, das es einen Vorverkauf geben wird. Also wer auf jeden Fall dabei sein will, kann ab heute eine Eintrittskarte für 4 Euro (Abendkasse: 5 Euro) im Zapata Buchladen, im Subrosa in Gaarden oder der Kneipe der Hansa 48 erstehen.
Im Preis enthalten sind zwei finanzielle Unterstützungsaktionen: Ein Teil des Geldes geht an eine Person aus dem AK, die in Folge der Aktivitäten und Blockaden gegen den diesjährigen Nazi Aufmarsch in Dresden von Repression betroffen ist und der andere Teil an den Infoladen Li(e)berAnders in Kiel Gaarden.

Don. 5. Mai Lesung mit Jan Ole Aprs – „Linke Fabrikinterventionen in den 70er Jahren“ im Buchladen Zapata

»Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.« Das schreibt Harry Oberländer 1977, einige Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 70er Jahre weit verbreitet. Auf die antiautoritäre Revolte von 1968 folgte für viele der Schritt in die Produktion; einige Tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank ein, um die Arbeiterklasse für Revolution und Kommunismus zu begeistern.
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Veranstaltungen im Sommersemester 2011


Inhaltsplenum am 19.04. um 20:00

Der AK startet in den Frühling mit einem neuen Veranstaltungsformat, einem Inhaltsplenum!
Auf der Klausurtagung kam das Bedürfnis auf einen Raum zu schaffen, in dem regelmäßige inhaltliche Arbeit möglich ist, ohne dabei den „Frontalunterrichtscharakter“ der Vorträge zu haben oder die Verbindlichkeit eines Lesekreises zu vorauszusetzen. Die Lösung soll ein Inhaltsplenum sein, welches jeden dritten Dienstag im Monat stattfinden wird. Die Themen werden auf dem letzten Plenum davor festgelegt. Grundsätzlich ist die Idee einen Themenkomplex an einem Termin abzuarbeiten, damit eine regelmäßige Teilnahme nicht notwendig ist.
Das Thema am 19.04. wird die Selbst- bzw. Gruppenorganisation insbesondere in politischen Zusammenhängen sein. Wie wir finden für viele Menschen gleichermaßen wichtig, allerdings angesichts der Herausforderungen des politischen Alltags oft vernachlässigt. Dazu wird es ein kurzes Inputreferat geben und der Text (http://emanzipationoderbarbarei.blogsport.de/images/bessertreffenvers_3_0.pdf) soll eine erste Diskussionsgrundlage liefern.

Also kommt alle am 19.04. um 20:00 zu der Alten Mensa (Ecke Westring/Olshausenstr), treffen im Foyer, wir werden dann gemeinsam einen passenden Raum aufsuchen. Es wird das, was ihr draus macht, also Vorschläge, Texte, Beiträge sind immer willkommen.

Sonntag 10. April Bernard Schmid „Die Aufstände in Nordafrik – Gründe, AkteurInnen und Perspektiven“ 16:00 Subrosa

Nach den Revolten für Demokratie in Tunesien und Ägypten -
Rückschlag in Libyen? Droht alles zum Alten zurückzukehren?

Das Jahr 2011 begann in vielerlei Hinsicht überraschend. Zwei mehr oder
weniger erfolgreiche Revolutionen in arabischen Ländern, ein dreifacher
Atomunfall in Japan – und danach eine breit angelegte Repression in
Teilen des arabischen Raums: Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen.

Nordafrika nimmt dabei seit Jahresbeginn eine zentrale Position ein. Die
Umbrüche dort – besonders in Tunesien und Ägypten – und die weitere
Entwicklung (einschlie?lich der Niederschlagung von Bewegungen, die
Veränderung einfordern, anderorts) haben weltweite Auswirkungen. Die
demokratischen und sozialen Revolten beflügelten zunächst Protestwillige
in zahlreichen Ländern andernorts. Von Angola bis China fanden zumindest
Nachahmungsversuche statt, unter Nutzung von Facebook und Internet
ebenso wie auf der Stra?e. Auch auf die internationale
Tourismusindustrie, den Erdölpreis und die Wirtschaftsbeziehungen
zwischen Nord- und Südufer des Mittelmeers sowie die Debatte über die
„Schulden“ so genannter Entwicklungsländer entfalteten die Ereignisse
erhebliche Auswirkungen.

Libyen schien seit Anfang März die Entwicklung, die bis dahin vielen
Beobachtern eher zum Optimismus Anlass gab, umschlagen zu lassen. Wo in
Tunesien und Ägypten zivile Massenproteste, Arbeitslosenrevolten und
gewerkschaftliche organisierte Streiks den Lauf der Dinge ma?geblich
prägten, dominierten in Libyen schnell Auseinandersetzungen
militärischen Charakters. Wesentlich dafür verantwortlich war die
äu?erst repressive und gewaltförmige Antwort des libyschen Regimes von
Anfang an, die die repressiven Reaktionen der tunesischen und der
ägyptischen Diktatur auf „ihre“ Protestbewegungen schnell überragte.

Im Laufe der Wochen schien die libysche Diktatur erfolgreich in die
Gegenoffensive zu bringen, die Protestfront und die bewaffneten Rebellen
brachen auf militärischer Ebene ein. Im Falle einer deutlichen
Niederlage drohten ihnen und der sie unterstützenden Bevölkerung schwere
Massaker. Die Entwicklung an der „Front“ wurde von der Rekrutierung
afrikanischer Söldner durch die Regierung, aber auch – politisch
geschürten – pogromartigen Ausschreitungen gegen andere Afrikaner und
von einer Massenflucht der in Libyen lebenden Ausländer (Tunesier,
Ägypter, Algerier…) begleitet.

Auf der Veranstaltung am 10.04 im Subrosa wollen wir uns mit diesen
unterschiedlichen Phänomen beschäftigen. Wir möchten uns die Frage
stellen, was die kontrastreichen Entwicklungen in Tunesien, Ägypten und
in Libyen (auf dem aktuellen Zwischenstand) gebracht haben, und wie sie
einzuordnen sind. Wir wollen die Frage der Stellung dieser Länder in der
europäischen Migrationspolitik diskutieren. Unsere Debatte wird sich
auch um die Rolle der Kräfte des politischen Islam, um die Wahrnehmung
der Ereignisse durch Israel und ihre Auswirkungen auf die Länder der
Nordseite des Mittelmeers drehen.




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