Archiv für Dezember 2010

Update: Veranstaltungen im Januar/Februar 2011


Less More Trim Untrim December 2010 Seite 1 von 9 « Älter Home Lade… Neuer » Studentische Selbstorganisation zwischen Autoritarismus und Aneignung. Interview zum erneuten Verweigern von selbstverwalteten Räumen an der Uni Kiel

von http://loewenzahn.blogsport.de

Monat des Comics vom 8.01.2011 bis 5.02.2011

Sam. 8. Januar: Vernissage Tag
ab 11:00 Brunch in der Hansa 48 zur Ausstellungseröffnung mit dem ausstellenden Comiczeichner Andreas Michalke („Bigbeatland 2: Der Kampf geht weiter“) aus Berlin und ein Büchertisch mit ausgewählten Comics und Graphic Novels

ab 20:00 Vernissage mit den beiden Comiczeichnern Antonia Kühn und Gregor Hinz im Phollkomplex

Do. 20. Januar: Vortrag von Ole Frahm ab 18:00
„Maskierung, Verdoppelung, Spaltung, Enthauptung, Zerstückelung. Politiken der Comics“ im kleinen Hörsaal, Alte Mensa, Olshausenstraße 40

Die Geschichte der Comics ist eine Geschichte parodistischer Aneignungen. Mickey Mouse eignet sich die Geste des ‚blackface‘ an, in der sich Weiße afro-amerikanische Kultur angeeignet haben. Zeichner von Sex-Comics der dreißiger Jahre zeichnen Disneys saubere Maus beim Coitus mit Minni und beginnen damit eine Serie auch formaler Parodien über Mickey Rodent bis zu den Funny Air Pirates. Mickey Mouse läßt sich nicht köpfen, sondern nur wiederholen. Die mainstream und underground verbindende Ästhetik der Comics ist voller Spaltungen, Doppelgängern und Zerstückelungen, die der Vortrag mit in Deutschland wenig beachteten Material belegen wird.
Ole Frahm ist zur Zeit Dozent an der Muthesius Kunsthochschule hier in Kiel und Mitglied der Gruppe LIGNA. Er hat Anfang diesen Jahres ein Buch mit dem Titel „Die Sprache des Comics“ veröffentlicht und hat sich auch vorher in etlichen Beiträgen mit dem Thema Ästhetik und Politik in Comics beschäftigt.
Hier eine Rezension seines aktuellen Buches in der Jungle World.

Di. 1. Februar: Film „Comic Book Superheroes unmasked“ 20:00 im Kino der Hansa 48
Amerikanische Dokumentation (im Englischen Original „leider“ ohne Untertitel) über die Spiegelung des Weltgeschehens in den persönlichen Geschichten der großen amerikanischen Comic Helden wie Batman, Superman oder Spiderman. Neben den vermeintlichen Helden kommen auch ihre Schöpfer ausführlich zu Wort. Es werden sowohl Brüche in ihren Entwicklungen resultierend aus Spekulationsblasen, Krieg oder Zensur beleuchtet als auch einzelne Autoren und Zeichner vorgestellt, deren Werke ungeahnte Entwicklungen innerhalb des Genres angestoßen haben.

Literaturempfehlung: Die Drei Zeitalter des Superhelden Comics von Matthias Kniep

Wikipedia zum Film

Sam. 5. Februar: Finissage ab 14:00
Den ganzen Tag über in der Hansa 48: biografische filmische Dokumentationen über zu Recht bedeutende Comiczeichner/ neue Skizzen von Antonia Kühn und Gregor Hinz / Büchertisch mit ausgewählten Comics und Graphic Novels / Verpflegung
Abends: „AuktionDestruktion“ Party mit Andreas Michalke und weiterer Unterhaltung aus der Konserve

Die Linke und der Nahostkonflikt

Die Linke und der Nahostkonflikt. Extreme Identfikationen und Probleme eines linken Universalimus
AktivistInnen marschieren mit USA- und Israelfahnen oder treffen sich mit der Hamas, um politische Kooperation auszuloten – das ist das Handlungspektrum deutscher Linker zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wenn es um Israel oder Palästina geht. Nicht selten führt die Konfrontation der beiden Lager zu physischer oder psychischer Gewalt. Was bei beiden Extrempositionen meist auf der Strecke bleibt, ist ein kühler Kopf und eine wahrhaft universalistische Positionierung der Linken, die kein Unrecht als kleineres Übel akzeptiert.
Im Vortrag soll den Ursachen dieser Identifikationen nachgegangen werden. Dabei werden beispielhaft die Auseinandersetzungen über den Nahostkonflikt in der deutschen und der britischen Linken analysiert, wobei deutlich wird, welch große Rolle die jeweilige nationale Prägung spielt.

Dr. Peter Ullrich ist Soziologe und Kulturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Politische Soziologie (soziale Bewegungen/Protest, Überwachung, Erinnerungspolitik/Antisemitismus/Nahostkonflikt) und Medizinische Soziologie (Prävention und Subjektivierung, Versorgungsforschung)

einige vorbereitende Texte und Bücher des Referenten:

„Antisemitismus, Shoah und «deutsche Verantwortung»“

„Die Linke, Israel und Palästina. Nahostdiskurse in Großbritannien und Deutschland“ (Peter Ullrichs Buch zum Thema als PDF)

„Antisemitismus etc. Bedingungen und Grenzen der (linken) Solidarität mit Palästina/Israel“

Peter Ullrich | Textrecycling (Internetauftritt des Referenten)




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