Archiv für November 2010

Mi 1.12. Edge – The Movie: 20 Uhr Hansa48 Kino

EDGE – Perspectives on Drug Free Culture
28 Jahre nachdem die Band Minor Threat das Lied ‚Straight Edge‘
veröffentlichte, hat sich der gleichnamige Lebensstil zu einer
weltweiten Gegenkultur entwickelt, die den Konsum von Alkohol,
Tabak und allen anderen Arten von Drogen sowie Sex mit häufig
wechselnden Geschlechtspartnern bewusst ablehnt. Entstanden
ist Straight Edge Anfang der 1980er Jahre aus der Punk und
Hardcore Bewegung in den Vereinigten Staaten. Die Motive für
diesen radikalen Lebensstil reichen von negativen Erfahrungen
mit Drogen und gesundheitliche Aspekten bis hin zu politischen
Gründen.
Der Dokumentarfilm EDGE – Perspectives on Drug Free Culture
beschreibt die Subkultur von den frühen Wurzeln bis hin zum
heutigen Tag. Ian MacKaye (Minor Threat/Fugazi), Karl Buechner
(Earth Crisis) und Ray Cappo (Youth of Today/Shelter) berichten
über Veränderungen innerhalb der Straight Edge-Szene und
persönliche Erlebnisse. Darüber hinaus wurden 9 Personen in
verschiedenen US-amerikanischen Städten bezüglich ihrer
Erfahrungen und ihrem alltäglichen Umgang mit Straight Edge
befragt. Das Ergebnis ist ein sehr differenziertes und
facettenreiches Bild.

Die beiden Schöpfer dieses Films, Marc Pierschel und Michael Kirchner,
von Compassion Media werden mit uns zusammen den Film schauen
und anschließend für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.

Trailer

Special des OX-Fanzine zum Thema Straight Edge – Inteviews mit:
Marc Pierschel und Michael Kirchner
Ian Mac Kaye – Dischord Records
H2O
Youth of Today

Ein Artikel aus der Konkret zum Thema.

Verwiesen sei am Rande noch auf die neuen Bücher (1 und 2)
von Gabriel Kuhn, die sich ebenfalls mit dem Thema Straight Edge
beschäftigen.

19.11.2010 Balkan Beatz Party in der Hansa48

Start: 23h

Kostet: 3 Euro plus Solidaritätseuro für soziale Projekte.

[erfahrungsgemäß ist es irgendwann voll und kein einlass mehr, daher lohnt sich „frühes“ kommen]

18.11. Einführung Staatstheorie Nicos Poulantzas

Am Donnerstag den 18.11. wird Dr. John Kannankulam eine Einführung in die Staatstheorie von Nicos Poulantzas geben. Poulantzas gehört zu den wichtigsten marxistisch orientierten Staatstheoretikern des 20. Jahrhunderts und hat mit seiner Definition des Staates als „materielle Verdichtung von Kräfteverhältnissen“ einen wichtigen Beitrag zur materialistischen Staatstheorie geleistet. Er ist ein Kritiker verkürzter, allein auf ökonomische Zusammhänge konzentrierter Staatsananalyse und lehnt ebenso eine verengte Sichtweise des Staates als Instrument in den Händen einer Klasse ab. In kritischer Auseinandersetzung mit Antonio Gramsci und Louis Althusser entwickelte er eine ganz eigene Theorie, die bis heute Relevanz besitzt, die in dem Vortrag von John Kannankulam vorgestellt und näher beleuchtet werden soll.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 18.11.10, an der Uni Kiel in dem
kleinen Hörsaal der alten Mensa (Ecke Westring/Olshausenstr.) statt.
Beginn 18:00

Literatur:

John Kannankulam (2008): Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus. Zur Staatstheorie von Nicos Poulantzas. Hamburg: VSA.

Alex Demirović, Stephan Adolphs und Serhat Karakayali (Hrsg.) (2010): Das Staatsverständnis von Nicos Poulantzas. Der Staat als gesellschaftliches Verhältnis. Reihe Staatsverständnisse. Frankfurt: Nomos.

Alex Demirović (2007): Nicos Poulantzas. Aktualität und Probleme materialistischer Staatstheorie. 2. überarb. und erw. Neuauflage (Erstausgabe Hamburg 1987), Münster: Westfälisches Dampfboot.

Lars Bretthauer/Alexander Gallas/John Kannankulam/Ingo Stützle (Hg.) (2006): Poulantzas lesen. Zur Aktualität marxistischer Staatstheorie. Hamburg: VSA.

Internetseite des Vortragenden:

http://www.kannankulam.de/

13.11. Veranstaltungstag Kritische Theorie

13. 11. | Alte Mensa | kl. Hörsaal | Olshausenstraße 40 | 11 Uhr
Workshop: Kritische Theorie – gestern und heute
Oliver Barth, Jan Sparsam (Bremen)

Die Kritische Theorie der „Frankfurter Schule” mit ihren schillernden Vertretern wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse, war weltweit eine der Hauptreferenzen der Studentenunruhen der 1960er Jahre und ging so in die Gründungsakte der Neuen Linken ein. Neben einem geschichtlichen Abriss ausgehend von den Anfangsjahren des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt über das Exil in den USA sowie die Rückkehr nach Deutschland, wollen wir uns mit den kritischen Aspekten ihrer Theorie(n) auseinandersetzen. Dazu zählen u.a. die begrifflichen Beweggründe für die berühmte Trennung von‚ traditioneller und kritischer Theorie’ und die folgen und facettenreiche Synthese von Marxismus und Psychoanalyse. Theoretischer Schwerpunkt bei der Beurteilung der Aktualität der Kritischen Theorie liegt auf Adornos späteren Überlegungen zum Problem gesellschaftlicher Totalität im Vergleich zu Marcuses Vorstellung einer emanzipatorischen Praxis. Anhand dieser Theorieelemente soll herausgearbeitet werden, warum sie bis heute Stachel
für die gesellschaftlichen Verhältnisse ist und linker Bezugspunkt bleibt.

Es sind keine Voraussetzungen zur Teilnahme nötig, Textstellen werden jeweils in der Präsentation dargestellt. Zur Einführung wird empfohlen: Michael Schwandt: Kritische Theorie zur Einführung, Stuttgart, (www.theorie.org).

13. 11. | Alte Mensa | kl. Hörsaal | Olshausenstraße 40 | 20 Uhr
„Entkorkte Flaschenpost?“ Kritische Theorie und Studierendenbewegung
Hanning Voigts (Hamburg)

Die studentische Protestbewegung der sechziger Jahre formulierte das politische Ziel einer sozialen Revolution. Viele der aktiven Studierenden in Deutschland wie den USA orientierten sich dabei an der Kritischen Theorie Herbert Marcuses und Theodor W. Adornos, die deshalb oft zu den „Vätern der Revolte“ erklärt wurden. Dabei waren beide Philosophen völlig zerstritten, was die Bedeutung der „Neuen Linken“ betraf – während Marcuse die Bewegung begrüßte, war Adorno eher skeptisch, ob sie eine progressive politische Rolle spielen würde. Anlehnend an seine Publikation zu dieser Thematik (http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-10386-4) beschäftigt sich dieser Vortrag mit den politischen und theoretischen Hintergründen dieser unterschiedlichen Einschätzungen. In der Diskussion um das Verhältnis von Gesellschaft und Individuum, Emanzipation und Gewalt erweisen sich Adorno und Marcuse dabei trotz aller Gemeinsamkeiten als Antipoden, besonders in der Frage nach dem Zusammenhang von Kritischer Theorie und politischer Praxis.




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