Archiv für September 2010

UPDATE Streams wieder online

Endlich ist es soweit! Sie sind wieder online.

In den nächsten Tagen stellen wir die vorhandenen und bisher nicht veröffentlichten Mitschnitte unserer Vorträge wieder online.

Den Anfang macht Olaf Kistenmacher mit seinem Vortrag „Antisemitismus in der KPD der Weimarer Republik“.

Mi. 8.9.: Antikapitalitischer Block auf „Gerecht geht anders“-Demo, 15:30 Uhr Asmus-Bremer-Platz Kiel

zur Dokumentation:
Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo „Gerecht geht
anders“ am 8.9. (15:30 ab Asmus-Bremer-Platz).

IN ERWÄGUNG, DASS WIR DER REGIERUNG, WAS AUCH IMMER SIE VERSPRICHT NICHT
TRAUN…

Wir wollen gar nicht aufzählen, wo und was überall gespart wird. Schließlich kennen wir die politischen Phrasen schon mehr als ausreichend. Schon vor der „Krise“ musste dauernd gespart werden – sowohl am „Sozial-“staat als auch an den Löhnen. Ständig hieß es, immer mehr Stress durch Arbeitsamt und Arbeitsmarkt zu ertragen. Irgendwann, so die
unzähligen ReformerInnen, würde der Rubel dann wieder rollen. Nun ja, rumgekommen ist dabei nichts – nur ein neues ultimatives Sachzwangargument: Die Krise! Der Kaputte Staat! Nicht nur in der BRD, sondern global hat sich längst eine Ökonomie der Unsicherheit etabliert, und den Menschen bleibt nicht mal die Sicherheit der täglichen Ausbeutung
durch Lohnarbeit.

Also auf ein Neues: mal wieder politische Pseudodebatten in Politik und Medien, mal wieder tiefe Einschnitte in das Leben vieler Menschen – und ja, auch mal wieder ein paar Demos, etwas Protest. Die Bundesverwaltung
des Widerspruchs (auch DGB genannt) packt die Rasseln und Trillerpfeifen aus und lässt das Fußvolk ein bisschen aufmarschieren. Nachdem der DGB in den letzten Jahren die Hartz-Gesetze, die Leiharbeit und stagnierende
Löhne erfolgreich durchgewunken hat, sind die Gewerkschaftsspitzen frohen Mutes, auch dieses Mal ihren Teil zum „sozialen Frieden“ beizutragen, den der DGB in seinem Aufruf zur Demo gefährdet sieht. „Sozialer Frieden“?
Wovon, bitte, soll hier die Rede sein? Die soziale Realität dieser Gesellschaft war und ist alles Andere als friedlich, und der Kampf ums Dasein wird sowohl regional als auch global immer härter. Der DGB aber
erinnert seine „SozialpartnerInnen“ in Politik und Wirtschaft an einen längst einseitig aufgekündigten Deal: wir halten still, wenn wir wenigstens hier in der BRD noch einigermaßen vernünftig versorgt werden. Auf profil- und wirkungslosen Latschdemos wird dem Zerrbild einer angeblich „gerechteren“ Gesellschaft im regulierten Kapitalismus hinterher
geheult – auch wenn das kleine bisschen soziale Absicherung schon „damals“ nur durch die hemmungslose Ausbeutung von Frauen und MigrantInnen erkauft wurde. Und so wird auch diesmal wieder gerasselt und getrillert, geklatscht und gerufen – und der Kampf verloren, bevor er überhaupt begonnen hat. So war es, so ist es, und so wird es womöglich bleiben.

Es gibt aber noch eine andere Perspektive, und diese hat nichts mit dem rassistischen medialen Schrott zu tun, der sich derzeit in Form eines abgehalfterten Sozialdemokraten und Bänkers über uns ergießt. Die mit den deutschen Sparpakten quasi identischen Sozialreformen in Frankreich scheiterten am entschlossenen Widerstand der betroffenen Menschen. Während
hierzulande die Rede des DGB vom „heißen Herbst“ nur als Aneinanderreihung von Floskeln daher kommt, wird er in Griechenland Realität. Und in vielen weiteren Regionen der Welt haben die Menschen auf die Zumutungen in Folge
der Krise mit Generalstreiks z.B. für eine deutliche Anhebung des Mindestlohns reagiert – und auch gewonnen! Wir müssen endlich mehr fordern als das, was uns weggenommen werden soll, und entschieden für unsere Forderungen einstehen. Gegen schlecht bezahlte und unsichere Jobs, gegen die Schikanen vom Arbeitsamt. Für ein besseres, selbst bestimmtes Leben
jenseits des Verwertungswahns. Die ganze Scheiße endlich zum Kippen bringen!

… HABEN WIR BESCHLOSSEN, UNTER EIGNER FÜHRUNG UNS NUNMEHR EIN GUTES LEBEN
AUFZUBAUN!!!

Resolution der Kommunarden




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