17.06.2010 Gabriele Winker (TU Hamburg-Harburg): Feministische Gesellschaftskritik jenseits von Alpha-Mädchen und F-Klasse

Das Thema Feminismus/Gender findet nun auch endlich Eingang in die Vortragsreihe des Arbeits- und Aktionskreises kritischer Studierender. Der Vortrag leitet einen ganzen Vortragsblock ein – ihr werdet sehen…..

Feministische Gesellschaftskritik jenseits von Alpha-Mädchen und F-Klasse

Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus! Während in den massenmedial geführten Debatten die weiblichen Berufskarrieren von gut qualifizierten Frauen und ihre Anpassungsleistungen im Vordergrund stehen, plädiert die Referentin für eine grundlegende feministische Gesellschaftskritik. Danach reicht es nicht aus, primär eine formale Gleichberechtigung voranzutreiben, damit den neoliberalen Status quo zu stärken und auch das Leben von Frauen umfassend und direkt den Anforderungen der Kapitalakkumulation zu unterwerfen. Vielmehr gilt es Politik zu betreiben ausgehend von menschlichen Grundbedürfnissen, die das kapitalistische System, in dem Profitmaximierung oberste Priorität hat, für die meisten Menschen nicht realisieren kann. Mit einem Aufruf zur Care Revolution fordert die Referentin dazu auf, die mit Frauen stereotyp verbundene Reproduktionssphäre neu zu bewerten.

Wie gehabt um 18:00Uhr // Olshausenstraße 40 [Alte Mensa] // Raum 13 (kleiner Hörsaal)


Zusätzliche Infos:
Die Referentin bezieht sich in ihrem Vortrag theoretisch auf die von Nina Degele und ihr entwickelte intersektionale Theorie, die im folgendem Buch dargelegt wurde; für diesen Vortrag ist vor allem der Theorieteil wichtig:
Winker, Gabriele; Degele, Nina: Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld: transcript, 2009, S. 25-62

Zweitens setzt sie in ihrem Vortrag einen Fokus auf die Krise der Reproduktionsarbeit im Neoliberalismus. Die Grundlage dafür ist folgender Aufsatz:
Winker, Gabriele: Traditionelle Geschlechterordnung unter neoliberalem Druck. Veränderte Verwertungs- und Reproduktionsbedingungen der Arbeitskraft. In: Groß, Melanie; Winker, Gabriele (Hg.): Queer – | Feministische Kritiken neoliberaler Verhältnisse. Münster: Unrast Verlag, 2007, S. 15-49

Für Studierende und ZuhörerInnen, die vorneweg einen Eindruck von dem einen oder anderen Argument von Gabriele Winker erhalten möchten, eignen sich einige Statements auf der Website des Feministischen Instituts Hamburg, http://www.feministisches-institut.de, insbesondere

- Care Revolution – ein Weg aus der Reproduktionskrise
- Staatliches Krisenmanagement im Fokus feministischer Kritik
- Das bedingungslose Grundeinkommen – eine feministische Perspektive ?!


1 Antwort auf “17.06.2010 Gabriele Winker (TU Hamburg-Harburg): Feministische Gesellschaftskritik jenseits von Alpha-Mädchen und F-Klasse”


  1. 1 Nico 09. Juni 2010 um 4:10 Uhr

    liebe freunde,

    würdet ihr bitte eure termine selber bei www.kiel-alternativ.de hochladen! bisher habe ich es getan.

    mit solidarischen grüssen
    Nico

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