Archiv für Oktober 2009

Walk on, with hope in your heart… Veranstaltungsreihe geht weiter und beginnt mit Balkan Beatz Party am 31.10.09.

Trotz Semester“ferien“ waren wir nicht beschäftigungslos. Wie in den vergangenen zwei Semestern soll auch dieses Semester an der Kieler Uni Raum geschaffen werden für Themen die im politischen und sozialen Alltag keinen Platz haben, aber haben sollen. Der bisherige Plan umfasst vielerlei politische Themen rund um kritische Gesellschaftsanalyse, aber aber auch sozio- kulturelle Formen wie Kabarett. Genaueres folgt in kürze.

Was aber schon zu bewerben ist, sind die ersten Veranstaltungen, welche zusammen mit der Konzertgruppe Rebeltias koordiniert werden. Nach dem großen Erfolg der letzten Balkan Beatz Party in der Hansastraße 48 wollen wir diese wiederholen am 31.10.09, vorher gibts noch einen sehenswerten Film zur Diskrimierung von Roma und Sinti und in der Woche danach eine Lesung zum gleichen Thema.

Die Balkan Beatz-Reihe
organisiert vom AK Kritischer Studierender und den Rebeltí@s

31. Oktober Hansafilmpalast 20 Uhr
„Ich habe davon geträumt, Friseuse zu werden“
Regie: Lidia Mirkovic, BRD, Jugoslawien 2008, 90 min.
Ein Film über den alltäglichen Rassismus gegen Roma in Deutschland und Serbien.

31. Oktober Hansa48 ab 23 Uhr
Balkan Beatz Party
Nach einer kurzen Verschnaufpause legt Dzoni als DJ Romavilo zum tanzengeborene Balkan Beatz und Gypsy Melodien auf, die sich mit ihren treibenden Breakz und Rhythmen wie Musik gewordene Bewegung anhören. Wir wollen an den Erfolg des letzten Mals mit über 250 Gästen anknüpfen!

5. November Uni 18 Uhr
Antiziganistische Zustände
Lesung und Diskussion zu antiziganistischen Ressentiments mit Autoren des Buches „Antiziganistische Zustände – Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments“ (Unrast)

7. November Alte Meierei ab 21 Uhr
Kultur Shock
Nach langer Abstinenz dürfen wir Kultur Shock endlich wieder in der Alten Meierei begrüßen. Und es ist einiges passiert in den letzten drei Jahren: Kultur Shock sind mittlerweile auf sieben MusikerInnen gewachsen und sie präsentieren nach We came to take your jobs away ihre neue Studioplatte Integration (ein Review dazu auf der Kultur Shock Bandseite).
Die Mitglieder der Band kommen aus Bosnien, Bulgarien und den Staaten. Gino Srdjan Yevdjevich singt – mal verzweifelt, meist hoffnungsvoll – gleich auf bosnisch, serbisch, kroatisch, rumänisch, bulgarisch und englisch. Doch ist die wilde Mixtur von Kultur Shock keineswegs auf Balkan-Folk zu reduzieren, stürzt der Sound dampfwalzenartig und so dermaßen abwechslungsreich explosiv und rockig über unsere Köpfe, dass mensch nur noch schmunzelnd den Kopf schütteln kann, und vor Begeisterung so etwas wie „wow“, „genial“, „unglaublich“, „Wahnsinn“ oder „wahrscheinlich!?!“ herausbekommt.

7. November Alte Meierei ab 0 Uhr
Robert Soko and the Balkan Beats
Im Anschluss heizt uns Robert Soko mit seinen Balkan Beats ein: Als damaliger Taxifahrer fing ich an, sporadisch Musik in der Kreuzberger Kneipe Arcanoa aufzulegen. So hat es begonnen. Aus Spaß feierte ich mit anderen Ex-Yugos die alten sozialistischen Feiertage, die nicht mehr gefeiert wurden. Das nannte ich Cultur-Recycling. Diese Idee kam gut an bei den jungen Flüchtlingen und im Laufe der Zeit besuchten immer mehr Menschen unsere „Partys”. Es hat sich halt herumgesprochen. Und das war die Geburtsstunde der „BalkanBeats”. Ich fand den Namen zu unseren „Aktivitäten” passend. Am Anfang aber war die Frage: Nennen wir es BalkanBeast oder BalkanBeats, die Beats haben dann doch gewonnen. Und so wie es heute aussieht, ist der Begriff BalkanBeats eine Genre-Bezeichnung, eine Musikrichtung, die in ganz Europa benutzt wird und ich bin halt sehr froh darüber.




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