(Streit-) Gepräch zwischen AstA und AK Raum zum Thema Freiraum an der Uni Kiel

der Schluss wird noch nachgeliefert.


2 Antworten auf “(Streit-) Gepräch zwischen AstA und AK Raum zum Thema Freiraum an der Uni Kiel”


  1. 1 Nikolas R. 26. März 2009 um 15:32 Uhr

    Hallo zusammen,
    ich weiß leider nicht, wie weit das Streit-Gespräch schon vorangeschritten ist und ob es schon Entscheidungen über die zukünftige Nutzung des ehemaligen Pflanzenschutzamt gibt. Auch wenn ich ggf. zu spät bin wollte ich, frei nach dem Motto „für eine Aneignung von Kritik“ auch meinen Senf dazugeben. Mein Interesse besteht dabei darin, zum denken anzuregen und nicht zu überzeugen.
    Zunächst zu der Frage: Kommt es einem einzelnen Institut oder der gesamten Studierendenschaft zu Gute?
    Wird dieser Raum zukünftig der Studierendenschaft zur Verfügung gestellt, also Ort studentischer Begegnung, käme es allen Studierenden der Uni Kiel zu Gute. Zumindest theoretisch. Ich vermag mich zu irren, doch die Realität sähe, glaube ich, anders aus. Ich glaube nicht, dass dieser Raum dann von einem großen Prozentsatz der Studies genutz würde, sicherlich stünde er für jedermann offen, doch ich vermute, dann in Zukunft nur dieselben Personen dort zu sehen.
    Spricht nicht auch etwas dafür diesen Raum einem einzelnen Institut zur Vefügung zu Stellen, auch wenn dadurch ebenfalls nur ein sehr geringer Prozentsatz der Studies von diesem Raum einen Nutzen hätte? Ich bin leider nicht gut informiert, aber ich kann mir vorstellen, dass es durchaus Institute (auch dort in der Nähe) gäbe, die, aufgrund von Platzmangel o.ä., sich sehr über solchen Raum freuen würden, auch wenn er recht weit am Rand des Uni-Geländes liegt. Natürlich wäre es nicht zu verantworten, wenn dort nur alte Akten gelagert würden oder der Raum anders sinnlos „genutzt“ würde. Diesem wäre dann entschieden zu widersprechen.
    Auf dem Flyer stehen noch ein paar weitere Punkte:
    -instituts und fakultätsübergreifende Kommunikation zwischen Studierenden. Auch das wäre in einem solchen Raum möglich – theoretisch. Praktisch würde dieses Angebot wohl nur wenig genutzt werden(aber vielleicht sehe ich in diesem Punkt auch einfach zu Schwarz, ich denke nur nicht, dass jemand kommt und sagt: Hey, ich bin soundso, studiere diesunddas und was macht ihr so?)
    - Lesungen, Workshops, Themenabende Konzerte u.ä. Ich kann mich erinnern, dass am Anfang eines Semesters von verschiedenen Gruppen für diverse Angebote geworben wird (z.B. Theatergruppen, Filmgruppen, Sportgruppen usw., im Detail weiß ich das leider nicht mehr genau), so dass es m.E. nach ein ausreichendes Angebot für Studies gibt, die sich kreativ betätigen wollen. Und wenn Stück o.ä. aufgeführt werden soll, gäbe es doch z.B. den (zugegeben nicht hübschen) Sechseckbau und sicherlich noch andere Lokalitäten der Uni.
    - freie und kreative Ausgestaltung: Mmh, diesen Punkt hab ich nicht ganz verstanden. Wenn das heißt, die Räume selbst können kreativ gestaltet werden (Wände anmalen u.ä.), hätte das sicherlich einen positiven ästhetischen Wert, doch wäre dieser Wert wertvoll für Forschung und Lehre oder fürs Wohlbefinden für die Besucher, der sich dorthin zurückziehen kann (wobei letzteres für ersteres hilfreich ist) Ich finde, zum Zurückziehen sollte die eigene Bude genutzt werden, dafür muss nicht unbedingt ein Uni-Raum zur Verfügung stehen.
    - ein nicht kommerzielles Studentencafe: Die Campus Suite ist in der Tat recht teuer, ein chilliges Cafe wäre ganz nett. Aber auch hier ist die Frage, muss sowas in einem Uni-Raum sein.
    - eine Plattform für politisches und soziales Engagement: Leider ist es ja so, dass es viel zu wenig politisches und soziales Engagement in Deutschland/SchleswigHolstein/Kiel gibt und dies zu ändern sollte das Ziel sein. Wenn dieser Raum einer solchen Plattform zur Verfügung gestellt würde, bin ich sicher, würde er natürlich genutzt – aber von denjenigen, die sich sowieso schon politisch und sozial engagieren.
    Das hört sich alles sehr negativ und „anti“ an, ich wollte eigentlich zum Denken anregen, dass es auch Gründe gegen eine solche Nutzung gibt.
    Ich hoffe, ich habe niemanden vor den Kopf gestoßen.
    Somit verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
    Niko

  2. 2 wastl 31. März 2009 um 22:49 Uhr

    Soso… Mehrheit der Studierenden eher unpolitisch, ergo: keine selbstverwalteten (altgr. αυτονομία) Räumlichkeiten. Alles ASTA oder was? (Hauptsache die Extremismus-Doktrinen durchgepaukt um in der hochschul“politischen“ Farbenlehre erste realpolitische Erfahrungen zu machen… traurigtraurig) Mich wundert in Kiel gar nüscht mehr.

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